Den Mozartpreis des Violinwettbewerbs 2016 wollen 120 Bewerber gewinnen

Die Reaktion war mehr als erfreulich: Für den 9. Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart haben sich genau 120 BewerberInnen aus aller Welt angemeldet. Am 7. Dezember war Anmeldeschluss. Jetzt gilt es, in einem Vorauswahl-Verfahren die endgültige Teilnehmerzahl zu ermitteln, die dann im nächsten Jahr antritt, wenn das Geigenfest vom 3. bis 14. Mai in Augsburg über die Bühne geht. Das Ziel ist verlockend: Der 1. Preis - MOZARTPREIS - bedeutet nicht nur Renommee und internationale Aufmerksamkeit, sondern ist auch mit 10.000 Euro dotiert.

Wie Simon Pickel, Leiter des Mozartbüros und Wettbewerbsmanager, zufrieden feststellt, ist die Zahl der Interessenten sogar ein wenig höher als bei früheren Wettbewerben. Meistens wird im Vorfeld solcher Veranstaltungen erst wenige Tage oder sogar Stunden vor Ende der Frist das elektronische Bewerbungsmaterial abgeschickt. Bis zum offiziellen Bewerbungsende am 7. Dezember um 23.59 Uhr hatten sich 91 junge GeigerInnen angemeldet. Wegen der unterschiedlichen Datumsgrenzen wurden am nächsten Tag bis 7 Uhr die letzten Eingänge zugelassen, die dann die Zahl 120 ergaben.

Es fällt auf, ist aber mittlerweile keine Überraschung mehr, dass die weitaus meisten BewerberInnen aus Südkorea kommen (26). Immerhin stehen die deutschen BewerberInnen mit 15 Anmeldungen an zweiter Stelle; zahlenmäßig können hier noch etwa Japan (13), die USA (11) und China (9) mithalten. Erstaunlich, dass man aus dem Musikland Österreich (1 junge Dame) nicht mehr BewerberInnen erwartet als etwa aus Kasachstan oder Singapur. Bei den deutschen Bewerbungen sind aus der näheren Region Stephanie Rott und Anne Maria Wehrmeyer (Studentinnen am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg) zu entdecken.

Die von Paul Roczek (auch Vorsitzender der Wettbewerbs-Jury) geleitete dreiköpfige Vorjury hat nun vom 8. Januar an einiges zu tun, im Medienlabor der Universität bei Sichtung und Anhörung des eingesandten musikalischen Materials die Bewerberzahl so zu lichten, dass schließlich ein Feld von etwa 60 bis 70 Teilnehmern im Mai 2016 antreten kann.


Bitte beachten Sie auch die Tagespresse, die Informationen am Schwarzen Brett des LMZ und www.philso.uni-augsburg.de/de/lmz/Veranstaltungen