9. Internationaler Violinwettbewerb Leopold Mozart präsentiert sich neu, jung und modern

Der 9. Internationale Violinwettbewerb Leopold Mozart fand vom 3. bis zum 14. Mai 2016 statt. Am 30. April 2015 präsentierte das veranstaltende Leopold-Mozart-Kuratorium in einer Pressekonferenz im Konzertsaal des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität (LMZ) die Ausschreibung für dieses nächste Augsburger Geigenfest - inzwischen eine feste kulturelle Größe nicht nur in der Region, sondern auch in der Szene der weltweit angesehenen Musikwettbewerbe.

Die heute noch bedeutende Violinschule
des gebürtigen Augsburgers Leopold Mozart in Verbindung mit Wolfgang Amadé, dem genialen Sohn, prägt den Leitgedanken: Die Kunst und Entwicklung des Geigenspiels durch die Elite des internationalen Nachwuchses zum Klingen zu bringen, von Bach und Mozart bis zur Moderne.

Neu war das Erscheinungsbild der Präsentation. Es schlägt sich mit seiner farblich und figürlich offensiveren Frische nicht nur auf dem Ausschreibungsplakat für 2016 nieder, sondern auch erstmals in der Optik dieser Newsletter, in denen das Leopold-Mozart-Kuratorium die Violine-Fans regelmäßig  mit Nachrichten versorgt.

Bewährte Strukturen des Wettbewerbs bleiben erhalten
und werden mit seinem anspruchsvollen Programm weiter entwickelt. Bis der entscheidende MOZARTPREIS erreicht ist, haben die Kandidaten alle Stationen des gegenwärtig relevanten Violinspiels zu durchlaufen. Gut ein Jahr brauchen sie als Vorlaufzeit zum Üben, Üben, Üben, um das ganze Programm „drauf“ zu haben. Das ist der Grund für die frühe Ausschreibung.

Neuer Künstlerischer Leiter ist Prof. Petru Munteanu. Für die Entscheidungen sorgt die internationale Jury mit Paul Roczek als Vorsitzendem (Österreich),  Vladimir Ivanov (Russland), Min Kim (Korea), Gyorgy Pauk (Großbritannien/Ungarn), Baiba Skride (Lettland) und Wei-Dong Tong (China). Nach vier Runden stehen die Preise fest:

MOZARTPREIS / 1. Preis 10.000 Euro, 2. Preis 7.500 Euro, 3.Preis 5.000 Euro.
Weitere Auszeichnungen sind der Preis der Jugendjury, die Sonderpreise Kammermusik, Auftragswerk sowie der Publikumspreis (je 1.500 Euro). Ferner werden Konzertengagements,  eine CD-Produktion sowie Produktionen mit dem Bayerischen Rundfunk in Aussicht gestellt.

•Das Programm beginnt mit dem Eröffnungskonzert, das am 3. Mai 2016 im Goldenen Saal des Rathauses über die Bühne geht. Es spielen die Augsburger Philharmoniker unter der Leitung des neuen GMD, Domonkos Héja.

•In der ersten Runde muss die große Teilnehmerschar sowohl das Durchdringen der Werke von Bach und Mozart als auch das technische Vermögen mit unter Beweis stellen (4. bis 6. Mai 2016).

•Die zweite Runde hat eine spezifisch Augsburger Prägung. In einem unbekannten Stück eines Mozart-Zeitgenossen aus Bayerisch-Schwaben, dem Land Mozart’scher Ahnen, ist besonders das stilistische Ausdrucksvermögen für diese Epoche gefordert. Das Realisieren der Tonsprache eines nie gespielten modernen Auftragswerks schließt sich an: Johannes X. Schachtners „Florilegium“ - Hommage à Leopold Mozart für Violine solo (7./8. Mai 2016).

•Im Semifinale gilt es, mit den großen Konzerten von Glasunov, Lalo, Vieuxtemps oder Prokofiev im Zusammenspiel mit dem Orchesterpartner zu bestehen (11. Mai 2016). Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Dirk Kaftan, GMD Oper Graz/Österreich.

•Das Finale ist traditionell ausschließlich den Violinkonzerten von Mozart gewidmet - der Sieger erhält den MOZARTPREIS. Eine spezielle Herausforderung: Es wird ohne Dirigent gespielt (12. Mai 2016).

•Höhepunkte sind das Kammerkonzert mit Preisverleihung (13. Mai 2016) und das Orchesterkonzert der Preisträger (14. Mai 2016). Letzteres spielt das Münchner Rundfunkorchester unter GMD Dirk Kaftan,  Oper Graz/Österreich.


Bitte beachten Sie auch die Tagespresse, die Informationen am Schwarzen Brett des LMZ und www.philso.uni-augsburg.de/de/lmz/Veranstaltungen