Stadtpalast der Fugger

Anlässlich seines 14-tägigen Aufenthalts in Augsburg 1777 gab Wolfgang Amadé Mozart am 22. Oktober ein öffentliches Konzert im nicht mehr erhaltenen Konzertsaal des Fuggerschen Stadtpalastes an der Maximilianstraße. Dabei wurde auch auf drei Steinschen Flügeln gleichzeitig improvisiert: Der Domorganist Michael Demmler spielte auf dem ersten, Mozart auf dem zweiten und Johann Andreas Stein auf dem dritten Flügel.

Für das Konzert, das beste Kritiken erhielt, hatte Graf Fugger seinen Konzertsaal kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser befand sich im rückwärtigen Bereich des Häuserkomplexes am Zeugplatz. Ein Wappen mit den drei Familienzweigen der Fugger am Haus Zeugplatz 7 ziert noch heute das Portal, das einst als Eingang zum Konzertsaal diente.

1511 hatte Jakob Fugger fünf neben- und hintereinander liegende Anwesen an prominenter Stelle der heutigen Maximilianstraße erworben. Von 1512 bis 1515 ließ er die Gebäude zu einem repräsentativen Komplex, der Stadtresidenz mit vier Innenhöfen - unter anderem dem öffentlich zugänglichen Damenhof - ausbauen. Nach schwerer Beschädigung 1944 wurde das Gebäude bis 1951 wieder aufgebaut.

Der Komplex der Fuggerhäuser befindet sich heute im Besitz des Fürsten Fugger-Babenhausen. Im vorderen Trakt an der Maximilianstraße erinnert die Fürst Fugger Privatbank an die internationalen Geld- und Montangeschäfte der Fugger während der Blüte der Freien Reichsstadt im 16. Jahrhundert.


Stadtpalast der Fugger - Fuggerhäuser
Maximilanstraße 36 und 38
Zeugplatz 7
86150 Augsburg

Zu weiteren Informationen siehe auch

• Fuggerhäuser - Augsburgwiki
• Fuggerhäuser - Augsburger Stadtlexikon