Hoher Dom - Mariä Heimsuchung

1721 zogen der Buchbindermeister Johann Georg Mozart (1679 - 1736) und seine Ehefrau Anna Maria Sulzer (1696 - 1766) mit Sohn Leopold in die Jesuitengasse nahe am Dom. Somit wurde die Bischofskirche der Stadt, der Hohe Dom, die Pfarrkirche der Mozarts.

Zahlreiche Mitglieder der Familie Mozart – unter ihnen Leopolds Geschwister und die Kinder des angesehenen Barockbaumeisters Hans Georg Mozart – wurden im Augsburger Dom getauft. Des weiteren soll Leopold Mozart, der Sängerknabe sowohl in der Basilika St. Ulrich und Afra als auch in der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche war, als "Discantist" im Dom ausgeholfen haben.

Durch die Anstellung von Georg Mozart als Werkmeister des Domkapitels 1687, durch die Buchbinderei von Johann Georg Mozart und nicht zuletzt durch das eng vernetzte Milieu des Domviertels unterhielten die Mozarts nahe Beziehungen zu bedeutenden künstlerischen und intellektuellen Persönlichkeiten jener Zeit.

Einige von diesen sollten eine ausschlaggebende Rolle im beruflichen und künstlerischen Werdegang von Vater Leopold und Sohn Wolfgang Amadé Mozart spielen. Darunter zählen zwei Mitglieder des Augsburger Domkapitels, die temporär zeitgleich Mitglieder des Salzburger Domkapitels waren: Der spätere Dienstherr Leopold Mozarts, der Salzburger Fürsterzbischof Siegmund Christoph Graf Schrattenbach (1698 - 1771) und der hochgebildete Mäzen und Vorreiter der Salzburger Aufklärungsbewegung, Ferdinand Christoph Truchsess von Waldburg-Zeil-Wurzach (1719 - 1786).

Die ersten nachweisbaren Dombauten stammen aus dem 8. Jahrhundert. Ausgegrabene Fundamente unter dem romanisch-gotischen Dom weisen möglicherweise auf eine frühchristliche Kirche und einen Bischofssitz bereits im 4. Jahrhundert hin. Die 1065 neu gebaute Kathedrale ist der Ursprung des heutigen Bauwerks. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte der Augsburger Dom mehrere Umbauten, wobei glücklicherweise zahlreiche überragende Kunstschätze erhalten blieben. Die letzten umfassenden Umbaumaßnahmen erfolgten im 20. Jahrhundert, als der Dom im Innern seine Ursprungsgestalt aus der Romanik und Gotik zurückerhielt.

Zu den bedeutendsten Kunstschätzen gehören der älteste Glasgemäldezyklus der Welt, die sogenannten "Prophetenfenster" (um 1240) und ein Marienaltar (um 1500) von Hans Holbein dem Älteren.


Hoher Dom - Mariä Heimsuchung

Hoher Weg 1
86150 Augsburg

Zu weiteren Informationen siehe auch

Hoher Dom zu Augsburg – Homepage des Bistums Augsburg