Barfüßerkirche

In der Barfüßerkirche stand eine heute nicht mehr erhaltene Orgel des Augsburger Orgel- und Klavierbaumeisters Johann Andreas Stein (1728 - 1792). Dem Rat seines Vaters folgend besuchte Wolfgang Amadé am 13. Oktober 1777 zusammen mit dem langjährigen Familienfreund Stein und dem "Bäsle" die Kirche, um auf der prunkvollen Orgel zu spielen.
Johann Andreas Stein war sehr überrascht, wie gut Mozart Orgel spielen konnte, kannte er ihn bislang doch nur als Pianisten.

1243 errichteten Franziskaner Bettelmönche eine erste Kirche zur Ehren der Heiligen Jungfrau Maria. Der romanische Nachfolgebau datiert auf das Jahr 1265. Nach einem Brand 1398 wurde die Barfüßerkirche von 1407 bis 1411 als Hallenkirche im Stil der Gotik wiederaufgebaut. Von 1724 bis 1760 wurde die nach der Auflösung der Ordensgemeinschaft der Barfüßer in der Reformation zu einer evangelischen Pfarrkirche erhobene Kirche nach spätbarockem Zeitgeschmack umgestaltet. Bei einem Luftangriff 1944 wurde diese bis auf die Außenmauern des ehemaligen Mönchchors zerstört. 1952 erfolgte der Wiederaufbau der Pfarrkirche "Zu den Barfüßern" – ohne die Türme und ohne das Langhaus.

Zu den bedeutendsten Kunstwerken gehören die auf einem Sockel stehende Figur des „Christkindes“ von Georg Petel und zwei Gemälde "Jakobs Traum" von Joachim Sandrart, 1678, und "Die Taufe Christi" von Johann Heiss, 1680.

Der Dichter Bertolt Brecht wurde in der Barfüßerkirche evangelisch getauft. Sein Geburtshaus, das heutige Brechthaus, ist nur wenige Schritte von der Kirche entfernt.

Im Umgang der Barfüßerkirche befinden sich großformatige Tafeln, die weitere Informationen zu Mozarts Besuch bieten.


Barfüßerkirche

Barfüßerstr. 8
86150 Augsburg

Öffnungszeiten
Mo-So 9:00-18:00 Uhr

Zu weiteren Informationen siehe auch

Barfüßerkirche - Homepage St. Jakob